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Die Einkommensverteilung wird am häufigsten mit dem Gini-Koeffizienten angegeben.Hier gibt ein Wert von 0 eine absolute Gleichverteilung der Einkommen an, alle erhalten das gleiche Einkommen.

Die Einkommensungleichheit in Deutschland hat sich nach Angabe der OECD seit 1995 verstärkt und seit dem Jahr 2000 haben Einkommensungleichheit und Armut in Deutschland stärker zugenommen als in jedem anderen OECD-Land.

„Die Ungleichheit hat sich von 19 insgesamt verstärkt, die Einkommensspreizung hat zugenommen mit einer Verschiebung auf die Bezieher höherer Einkommen.

Bedenkt man, dass gerade in Teilzeitarbeitstätigkeiten geringere Löhne gezahlt werden als bei Vollzeitarbeitstätigkeiten, wird die reelle Lohnspreizung noch über diese Werte hinausgehen.

1995 war der Lohn eines Arbeitnehmers im oberen Quantil 2,79-mal so hoch wie der Lohn eines Geringverdieners (Quantilrelation 90/10).

Hinsichtlich der Nivellierungswirkung ist das der kleinere Teil: Bei der Reduzierung der Ungleichheit um etwa 20 Prozentpunkte auf dem Weg vom Markteinkommen zum verfügbaren Einkommen bewirkt der Teil der Umverteilung, der auf die Progression der Einkommensbesteuerung entfällt, nur eine Minderung des Gini-Koeffizienten um etwa 5 Prozentpunkte.

Insbesondere im internationalen Vergleich wird meist das verfügbare Einkommen untersucht.

Veränderungen der Steuerstatistik nach Reformen können die Ungleichverteilungsberechnung aus der Steuerstatistik beeinträchtigen.

Die Erhöhung der Zahl der Quantile von 18 auf 22 könnte auch zu einer Erhöhung der daraus errechneten Ungleichverteilungsmaße geführt haben, wenn damit Ungleichverteilungen zutage traten, die zuvor innerhalb der Quantile verborgen waren.

Ein Wert von 1 gibt absolute Ungleichheit an: Einer erhält das Gesamteinkommen, die anderen nichts.

Der Gini-Koeffizient des Markteinkommens betrug um das Jahr 2000 etwa 0,5; derjenige des verfügbaren Einkommens 0,3.

Die folgende Tabelle zeigt die Ungleichverteilung der Erwerbseinkommen (berechnet nach der Datenbasis der OECD) in Quantilrelationen.