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" Im Frühjahr 2013 wechselte sie zu Elite Partner, einer Plattform, die "Akademiker und Singles mit Niveau" verspricht.Auf den Dates, sagt sie, habe sie jetzt oft "interessante Gespräche", wenigstens das.Das ist Rekord, eine höhere Quote als in jedem anderen Bundesland.

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Dieses Kribbeln im Bauch, das ist aber auch das Problem. Bei ihrem wichtigsten Anspruch bleibt sie dennoch: Die Männer müssen in ihren Nachrichten ehrliches Interesse zeigen. Und er war ein interessanter Mensch." Einige Wochen später erfuhr sie von einer anderen Onlindaterin, dass der Mann mit ihr als "Eroberung" angab. Manchmal sprechen Männer sie auf der Straße an, dann schaut sie schnell zu Boden und hastet weiter. und das Gesicht sieht ein bisschen pummelig aus." Sie lässt das Smartphone sinken. Nur 60 Mails hat sie beantwortet, jede fünfte also.

"Wenn man sich das erste Mal trifft, dann hast du schon ein gewisses Bild." Wie bei dem guten Buch, das als Film auf die Leinwand kommt. Lektion gelernt: "Wenn man sich ein bisschen Zeit lässt, dann ist die Einstellung des Mannes eine andere", sagt sie heute. Der Ansatz funktioniert: "Die Dates der letzten Zeit waren alle von Grund auf positiv. Ein netter Abend wurde es trotzdem – aber auch wirklich nur das. "Das klingt jetzt total oberflächlich", sagt sie, "aber ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn mir das Foto nicht gefällt, dann wird nichts daraus".

Zusammen mit einer Partnerbörse haben wir die Profile von 10.000 Mitgliedern ausgewertet und Überraschendes gefunden. Der Durchschnitt für diesen Zeitraum liegt bei 22 Nachrichten. Vanessa erstarrt, als sie von ihrer Spitzenposition erfährt. Ihr Datingprofil: 33, lange dunkle Haare, grünbraune Augen, 1,77 m, Account-Managerin in Hamburg.

Und dann wollten wir die Hamburger Singles treffen, die auf den Ranglisten der Zuschriften ganz oben stehen: die romantische Vanessa und Natalie, die nüchtern kalkuliert. "Wir hätten uns auch in einer Bar kennenlernen können", sagt Lars, "aber wahrscheinlich hätten wir uns dann nicht so viel Zeit gegeben." Gibt es das also vielleicht – eine Romantik der Daten? Und überbrückt den Moment der Überraschung mit einem Lachen. Ihr Profilfoto zeigt eine lächelnde Geschäftsfrau, wer weiterklickt, sieht Vanessa entspannt im pinkfarbenen Pulli und cool mit großer Sonnenbrille. Gäbe es eine Formel für die Liebe, sagt Vanessa, die würde sie längst kennen.

Wenn sie online nach Männern sucht, filtert sie nach Alter, Größe und "Nichtraucher".

Das Problem: Anders als bei Shoppingseiten gibt es bei Datingportalen keine Garantie, egal, wie sorgfältig man siebt.

Einer der Männer, die Natalie traf, verschwieg ihr seine Freundin, ein anderer war ihr zu spirituell, einem dritten spannte das Hemd vorm Bauch, obwohl er sich online als "athletisch" beschrieben hatte.

Trotzdem sagt sie: "Ich will die Erfahrungen nicht missen." All die Anfragen, die Gespräche und die Dates haben ihren Sinn geschärft dafür, was sie will, was sie braucht – und wo sie Kompromisse machen kann.

Auf den Rechnern und in den Datenbänken der großen Single-Börsen liegen die Liebesgeheimnisse fast einer ganzen Stadt: In Hamburg ist die Suche nach Romantik bereits digitalisiert, erfasst, in Tabellen gespeichert.

Denn hier ist die Hochburg der Partnersuche im Netz.

Vanessa tritt bescheidener auf, in ihrem Profil und in ihren Erwartungen: Wer sie anschreibt, kann athletisch sein oder ein paar Kilos mehr drauf haben, sich modisch, sportlich oder lässig kleiden, Fast Food essen oder sich vom Gourmetkoch verwöhnen lassen, ledig sein, getrennt oder verwitwet. Online ist es nicht so romantisch – aber man kann es romantisch gestalten", sagt Vanessa. "Wenn mir jemand schreibt, der schöne Worte wählen kann, der auf mich eingeht und einfühlsam ist.